KryoSafe - Schlagwort eins und slogan
 
 
 

Bauformen von GVI-Systemen

a)    VIP (Vacuum-Insulated Pannel)

Der Isolationskern ist von einer vakuumdichten, mehrlagigen PE-Folie umhüllt, die durch umlaufende Siegelnähte verschlossen wird. VIPs sind vorgefertigte, flächige Vakuum-Dämmungen, die in bestehende Gehäuse eingesetzt werden können. Da die umhüllenden Folien relativ empfindlich sind, ist eine zusätzliche Kaschierung zu empfehlen. (Beim Einbau in Gehäuse können die verbleibenden Spalte auch ausgeschäumt werden - dadurch werden VIPs und Gehäuse zusätzlich verklebt und das Gehäuse gewinnt an Steifigkeit.)
Um eine ausreichende Vakuumdichtigkeit zu erreichen, sind die umhüllenden Folien (mit Aluminium) beschichtet. Das führt im Bereich der Kanten und Siegelnähte zu Wärmebrücken. Zur Minimierung der Wärmebrücken-Verluste sollten möglichst großflächige VIP-Elemente verwendet werden.

Aufbau eines VIP (mit geöffneter Hüllfolie)


Die möglichen Anwendungstemperaturen solcher VIPS sind vor Allem durch die verwendeten PE-Folien  begrenzt ? unterhalb -60°C werden die Folien  in der Regel brüchig und oberhalb 80°C nehmen Permeation, Diffusion und das Ausgasungsverhalten so stark zu, daß die Lebensdauer der VIPs eingeschränkt wird. Vereinzelt sind aber auch Applikationen außerhalb der genannten Temperaturgrenzen  - also auch für Kryo-Applikationen - bekannt.

b)    VIC (Vacuum-Insulated Cabinet)

Ein VIC ist eine integral aufgebaute Vakuum-Dämmung, die den zu dämmenden Körper (Prozess) als in sich geschlossene Hülle / Gehäuse umschließt  ? also z.B. auch ein Kryo-Tank.
Bei VICs fallen die oben angesprochenen Wärmebrücken an den Stoßnähten der VIPs weg, so daß die Wärmeverluste solcher integralen Dämmungen in der Regel deutlich niedriger ausfallen. Durch entsprechende Materialauswahl bei der vakuumdichten Umhüllung können VICs zudem über deutlich weitere Temperaturbereiche (vom Kryobereich bis 600° / 700°C) eingesetzt werden.

Explosionszeichnung zu einergestützten Vakuum-Isolierung